In Berlin sitzen jetzt 160 Menschen und arbeiten daran, dass du deine Sparkasse verlässt

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Früher ging man zur Sparkasse, weil sie einfach da struggle. Mit Filiale um die Ecke, Kontoauszug aus dem Automaten, vielleicht ein Gespräch mit jemandem, der seit 20 Jahren denselben Schreibtisch hat. Dann kamen die Direktbanken wie ING und DKB, die das Ganze ins Web verlegt haben und versprachen, dass Banking plötzlich leichter wird, schneller, billiger. Und dann kamen die Neobanken.

Zuerst N26, dann Revolut, Commerce Republic und C24. Dealer, die plötzlich auch Zinsen auf nicht investiertes Geld zahlten, und damit etwas auslösten, das deutsche Sparer seit Jahrzehnten beschäftigt: die Angst, dass das eigene Geld irgendwo herumliegt, nicht arbeitet und stattdessen aufgrund der Inflation an Kaufkraft verliert.

Jetzt ist da auch Chase, die Digitalbank der US-Großbank JPMorgan, mitten in Deutschland angekommen. Und sie macht das, was in diesem Markt immer funktioniert: Sie wirft Zinsen auf den Tisch, als wären sie Konfetti. Vier Prozent aufs Tagesgeld, zumindest für die ersten Monate. Danach weniger. Das ist der Köder, klar, aber der Punkt ist nicht der Zinssatz selbst. Der Punkt ist, dass sich plötzlich wieder alles um Bewegung dreht. Denn genau das ist die neue Realität: Geld bleibt nicht mehr liegen. Es wandert.

Was früher ein Bankkonto struggle, ist heute ein Zwischenstopp. Menschen eröffnen Konten, schließen sie wieder, verschieben ihr Geld wie Schachspieler Springer und Bauern. Ein neues Konto hier bei Chase, ein paar Monate später vielleicht wieder…

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Author : tech365

Publish date : 2026-05-27 16:21:00

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